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Auf der Suche nach dem Bezirkspokal - Immerhin Top 8 (M1)

Bericht von Leon Saschin - Veröffentlicht von Leon Saschin am 08.01.2020 (13:04)

In einem spannenden Spiel mit ständigem Führungswechsel hält die Misere der dauerhaften Unterzahl an. Nach spannenden und teils chaotischen 60 Spielminuten muss man sich denkbar knapp den Ligakonkurrenten des HC Winnenden geschlagen geben und verpasst beim Endstand von 23:22 (12:12) den Einzug ins Final-Four.

Nach langer Spielpause trafen die Neckarpiraten am späten Dienstagabend zu ungewohnter Spielzeit auf die A-Mannschaft des Handballclubs Winnenden. Dass das Spiel kein Selbstläufer werden würde zeigte sich bereits im Vorfeld. Wegen der sehr aufsteigenden Form der Gastgeber und der unangenehmen Spielweise der Gegner mahnte Trainer Schäfer zur Achtsamkeit. Pünktlich um 20:30Uhr eröffneten die Unparteiischen das Spiel.

Das Schiff der Pirates reiste mit voll besetzter Mannschaft an. Auch zwei gut besuchte Trainingseinheiten standen zu Buche. Die Vorzeichen hätten schlechter stehen können. Auch die Euphorie, dass Hinspiel noch deutlich für sich entschieden zu haben, sorgte für gute Stimmung der Stuttgarter. Nach dem das letzte Mal 2006, was bereits 14 Jahre zurückliegt, das Halbfinale erreicht wurde, war der Wille und die Motivation groß. Der Start ins das Spiel verlief ausgeglichen. Symbolhaft für das gesamte Spiel konnte sich keine Mannschaft absetzen oder den Gegner in die Bredouille bringen. Das 10 Minuten markierte Weltenbummler und Jetsetter Sherief Sabet das Tor zum 5:5. Kurz darauffolgend sorgte Capitano Jan Billner für die 2. Führung der Gäste und man Zwang die Hausherren in die Auszeit. Besonders effektiv schien diese nicht zu sein. Die doppelte Überzahl konnten die Winnender nicht effizient nutzen und die Pirates zogen 5 Minuten vor der Halbzeitpause erstmals mit 2 Toren davon. Kämpferisch zeigten sich allerdings auch die Gastgeber und man ging beim Stand von 12:12 in die Kabinen. 

Trainer Schäfer erwartete eine deutliche Leistungssteigerung seiner Mannschaft. Dass alle beteiligten es besser konnten war klar. Allerdings lobte er den kämpferischen Einsatz der Spieler und die unerbittliche Bereitschaft, um jedes Tor zu kämpfen. Vieles sollte besser werden in der zweiten Hälfte. Wenig davon klappe allerdings. Inkonsequenter Druck im Angriff, zahlreiche Passfehler und fehlende Absprachen in der Abwehr ließen dem Gegner leichtes Spiel nach Wiederanpfiff. Bis zur 48. Minute konnte der HC bis auf 5 Tore davonziehen. Hier bewies sich abermals, die größere Ausdauer der Neckarpiraten. Innerhalb von 5 Minuten egalisierte man den Rückstand und war dem Einzug ins Halbfinale wieder zum Greifen nah. Beim Stand von 21:21 war wieder alles offen und man sah sich im Zugzwang. Einige Unsauberheiten und Unkonzentriertheiten ließen den Sieg allerdings wieder in weite Ferne rücken. Zwar konnte man den Spielstand auf ein Tor Differenz korrigieren, doch der letzte Ballbesitz war, auch wegen mangelnder Spielzeit, nicht mit einem Tor gekrönt. Beim Stand von 23:22 beendeten die Schiedsrichter das Spiel und der HC Winnenden feiert den Einzug ins Final-Four. Die Neckarpiraten bedankten sich sportlich für die Gastfreundschaft und bei dem einen mitgereisten Fan. Für die Mannschaft warst du ganz groß! 

Lange Zeit für Trübsal blasen bleibt nicht. Es ist Zeit den Neujahrsblues abzulegen und sich auf die kommende Rückrunde zu konzentrieren. Bereits am Samstag erwartet die Pirates in heimischer Halle mit dem TV Oeffingen 2 zwar das Schlusslicht der Bezirksliga, diese bewiesen sich allerdings im Hinspiel als äußerst unangenehmer Gegner, der nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist. 

Für die HSG Oberer Neckar spielten: Bastian Gohl, Julian Schönherr (beide im Tor); Moritz Eitler, Fabian Braun (2), Manuel Maile, Benjamin Heinze, Sherief Sabet (1), Jan Billner (10/6), Lin Glock, Julian Grauer (1), Leon Saschin, Timo Schramm (5), Felix Heß, Manuel Grauer (3), Jannis Renner

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